über Romana

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Über mich aus meiner Sicht:

Ich war als Kind/Teenager weder besonders sportlich, noch besonders talentiert, noch besonders interessiert – ich hatte lediglich einen Drang “etwas zu erleben”, stets auf der Suche nach Erlebnis und Verbindung zu anderen. Eine mir angeborene Unerschrockenheit und damit einhergehende Angstlosigkeit haben mich immer wieder motiviert mehr vom Leben abzubeißen, als ich kauen, geschweige denn verdauen konnte. Ein Rezept für Desaster, aber auch der klassische Ausgangspunkt für eine Suche nach einem spirituellen Weg.

Als ich in London wohnte stolperte ich 1995 eher zufällig in einen Ashtanga Vinyasa Workshop von Derek Ireland. Es war so unfassbar anstrengend, aber gleichermaßen hatte ich noch nie etwas Vergleichbares gefühlt: eine Art „Cinemascope-Effekt“ im Kopf. Aber auch im Körper war plötzlich mehr Platz, das Leben schien mir weiter, tiefer und bedeutungsvoller.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich war “hooked” – 1998 zog ich zurück nach Wien, und praktizierte satellitenhaft in der zaghaft entstehenden Ashtangaszene bis ich 2003 auf meinen Mann Sascha traf, der mir half die nötige Disziplin aufzubringen. Ebenfalls 2003 machte ich mein erstes Retreat bei Paul Dallaghan in Thailand, ein ausgezeichneter Lehrer, und der Erste, der mir den gesamten Kontext des Übens, die Tiefe des Yogas abseits von Asana plausibel machte. Nicht wenig später begegnete ich meinem Lehrer Richard Freeman und von da war mein Leben ruiniert (im „samsarischen“ Sinne 😉 )

Yoga ist eine Art Psychotherapie via den Körper, ein Prozess der uns zu einer ENT-Wicklung verhilft – eine Art Schälprozess zu unserer Essenz. Wir lösen uns sukzessive aus einem Gewebe von Projektion, Konditionierung und falschem Verstehen hin zu einer Klarheit, Präsenz und Authentizität. Dieser Prozess ist „on-going“ und es gibt auch nichts zu erreichen. Dieser Prozess macht einen nicht schöner, nicht schlanker und nicht außergewöhnlicher – es macht einem zufrieden, mit dem was ist. Im Verlauf wird man ein bisschen glücklicher, zufriedener, großmütiger, verständnisvoller, empathischer, geduldiger und hingebungsvoller. Und zwar von innen heraus und nicht Außen als Fassade aufgeklebt.

 

 

Yoga ist ein Weg und ein Ziel zugleich und man braucht dazu einen Lehrer/eine Lehrerin, ansonsten verirrt man sich in den Verstrickungen seiner eigenen Phantasien, Vorstellungen und seiner eigenen Lebensphilosophie (die wir uns selbst gern als Yoga verkaufen).

Dieser Lehrer kennt einen idealerweise sehr gut, aber zumindest namentlich ;). Dieser Lehrer sollte die Kompetenz besitzen uns zu erkennen und zu sehen und uns aus der Welt der Konzeptionen, Phantasien und Egomanien herauszuholen und uns zurück in die Realität bringen.

Ich habe solche Lehrer in Richard Freeman und seiner Frau Mary Taylor gefunden. Die beiden sind meine Mentoren am Weg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mein Unterricht ist von der Beziehung zu diesen beiden Menschen geprägt. Ich habe ein großes Interesse am großen weiten Feld der kontemplativen Praktiken, Meditation, Philosophie, Psychologie, Asana, Zusammenhang von Körper/Geist/Atem. Was mich am Yoga nie aufhört zu faszinieren, ist, dass es eine Art Überdisziplin für all das ist, was ist. Es beschäftigt sich mit allen „letztgültigen“ Fragen des Seins, dem Sinn des Lebens und Sterbens, Geist und Materie.

Mein Unterricht ist geprägt von Klarheit, anatomischen Zusammenhängen, Mythologie, Psychologie, Philosophie und einer guten Dosis Humor.

 

 

AUSBILDUNGEN/WEITERBILDUNGEN:

Mein Yogaweg ist in erster Linie der Weg einer Schülerin, ich fühle mich stark dem lebenslangen Lernen und einem Anfängergeist verpflichtet. Den nachhaltigsten Einfluss hat die Zusammenarbeit mit Richard Freeman und Mary Taylor auf meine Yogapraxis und meinen Unterricht. Ich befinde mich in einem on-going Lehrer/Schüler-Verhältnis mit Richard und Mary und hoffe, dass die beiden noch möglichst lange aktiv bleiben. Ihnen beiden gilt meine größte Dankbarkeit.

1997 – Intensivtraining mit David Swenson

2003 – Retreat Paul Dallaghan, Yoga Thailand, Koh Samui

2004 – Practice Period mit Rolf Naujokat, Koh Phanagan, Thailand

2005 – 200H Ausbildung bei Axel Dinse und Manfred Gauper, Yogashala, Wien

2005 – Adjustment Clinic Nancy Gilgoff, Ganesha

2006 – 200H Teacher Training bei Paul Dallaghan, Koh Samui, Yoga Thailand

2008 – 300H Advanced Trainings mit Sri O.P. Tiwari und Paul Dallaghan, Neil Barker, Yoga Thailand, Koh Samui, Thailand

2008 – Richard Freeman Intensive

2009 – Pranayama Training mit Sri O.P. Tiwari, Samahita, Koh Samui Thailand

2009 – 100H Advanced Training mit Richard Freeman (Asana Study, Yoga Sutras)

2010 – Intensive Richard Freeman in Berlin

2010 – Intensive Richard Freeman – Yogawerkstatt Wien

2010 – 200H Teachers Intensive bei Richard Freeman (Boulder)

2010 –  Intensive mit Richard Freeman in Kopenhagen

2011 – 100H Advanced Training mit Richard Freeman (Asana Study/ Text: Yoga Taravali)

2012 – Practice Period mit Michael Stone (Asana, Meditation, Text: Heart Sutra)

2012 – 200H Teacher Intensive mit Richard Freeman & Mary Taylor (Boulder)

2012 –  Intensive mit Richard Freeman Yogawerkstatt Wien

2012 –  Iyengar Yoga Intensive – Kevin Gardiner, Yogawerkstatt Wien

2013 – Silent Practice Period mit Richard Freeman, Mary Taylor und Roshi Joan Halifax, Upaya Zen Center, Santa Fe

2014 – 100H Advanced Training mit Richard Freeman & Mary Taylor (Asana Study, Philosophy, Text: Bhagavad Gita)

2014 – The Buddha & The Yogis mit Prof. Robert Thurman, Richard Freeman und John Campbell, Menla Mountain, Upstate New York

2014 – Assistenz 200H Teacher Training mit Richard Freeman und Mary Taylor, The Yoga Workshop, Boulder

2014 – Practice Period & Text Study mit Michael Stone Kopenhagen und Wien

2014 –  Rohatsu Sesshin mit Doris Harder Puregg

2015 – 100H Advanced Training mit Richard Freeman & Mary Taylor, Asana Study / Text: Yoga Vasistha

2015 – Intensive Richard Freeman, Yogawerkstatt Wien

2016 – 4 Week Intensive Practice Period Silent Sesshin mit Reb Anderson, Tenshin Roshi, Green Gulch Farm / San Francisco Zen Center

2016 – 100H Advanced Training mit Richard Freeman und Mary Taylor (Asana Study, Text: Shiva Samhita)

2016 – Intensive mit Richard Freemann – London und Zürich

Darüberhinaus haben Workshops, Praxis-Perioden bei diversen Lehrern geholfen meine Yogapraxis in einen kontemplativen Kontext zu stellen.

Ich bin vor allem Paul Dallaghan, Dan Michael, Susan Chiocchi, Michael Stone und Michael Hamilton zu Dank verpflichtet. Der größte Dank jedoch gilt meinem Mann, Sascha, der mit mir gemeinsam auf diesem Weg geht – mich mitunter sehr unterstützt, mitunter auch behindert, mir Mut macht, mich bekräftigt und mir den Platz gibt mich weiterzuentwickeln. Danke!

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Im Portrait // Romana Delberg, Superyogini & Seele der Yogawerkstatt