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  • als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #11299
    doris harder
    Moderator

    4. Abend Liebe/ Verzeihen

    „romantische Liebe, besondere Beziehung“,….hinterfragen; sehen als eingebettet/ nur ein Aspekt der bedingungslosen Liebe

    Verzeihen , Vergeben- anderen Vergeben gibt es eigentlich nicht. Vergeben ist : die Vergangenheit loslassen, dass was und von der Vergangenheit belastet/unfrei macht/ hindert. Verzeihen = Menschen sehen wie sie jetzt sind, nicht die alten stories. Wir kreiiren immer und immer wieder dieselbe Gegenwart, weil wir von der Vergangeheit her denken/handeln. So kann nichts Neues geschehen.

    Maitri—-Liebende Guete Meditation (Visualisierung), 7 Stufen

    1. mit uns beginnen: wir atmen ein, was wir uns wuenschen/ brauchen
    2. wir senden einer lieben Person: gute Wuensche (von denen wir meinen, dass er/sie sie brauchen)
    3. Freund/Kollegin, die wir moegen:- mit dem/der es aber auch „krachen“ kann- gute Wuensche
    4. neutrale Person (Nachbarin, Unbekannter,…)- gute Wuensche
    5. schwierige Person, die uns unangenehm ist- gute Wuensche
    6. Personen 1.-5. in einer Reie vor geistigem Auge: gute Wuensche
    7. alle Wesen (wenn das zu allgemein ist, kann man wieder bei sich beginnen und den Personenbereich ausweiten: Ort, Land,…)
    Ende : alle Bilder loslassen, zum Atem kommen

    Mikro Uebung, 3 Stufen: Liebende Guete
    1.Moege ich gluecklich (sanft, mutig, geduldig,…) sein
    2. Moege xy (eine uns liebe Person) gesund, stark,….sein
    3. Moege xy (eine uns unangenehme Person) gesund, stark, mutig,… sein

    welche Gefuehle tauchen bei UNS auf waehrend der Uebung? Diese Gefuehle halten/aushalten bzw die Gedanken, die mit den Gefuehlen kommen -gehen lassen- den koerperlichen Teil der gedanken wahrnehmen und „halten/aushalten“.

    Unterschied „Liebende Guete“ und Mitgefuehl: Mitgefuehl schliesst die Bereitschaft mit ein, den Schmerz der anderen zu spueren.

    Es sieht so aus, als tun wir etwas fuer andere- das tun wir auch- und wir tun etwas fuer uns: unser Herz weitet sich; wir lernen uns kennen und programmieren uns damit um; wir kultivieren Mitgefuehl; heilen uns.

    Uebung (nicht im Vortrag): –Wunsch in Zukunft vorstellen
    — was muss ich in Gegenwart dafuer tun?
    — welches alte Denken der Vergangenheit haelt mich davon ab?
    — in Gegenwart anders denken, Moeglichkeiten zulassen: „Ich kann…“ ;
    „es ist moeglich, dass….“; „die Menschheit ist faehig zu …“
    — neue Zukunft erscheint

    James Baldwin Letter to my nephew https://www.youtube.com/watch?v=kSLSh9Nf0zA

    LG doris

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #11285
    doris harder
    Moderator

    Liebe, Liebe Liebe, die Kunst zu lieben. es gibt soviele Arten der Liebe ( mütterliche, kindliche, Familien, Tier, naerrische Liebe,…bis hin zu: Ich liebe Eiskrem. I love it!) und es gibt soviele Bereiche, wo das Wort benutzt wird, dass es fast Ueberwindung kostet, es auch zu zitieren. Die Liebe, um die es hier geht, ist die bedingungslose Liebe, nicht nur die staerkste Wertschaetzung allen Wesen und Dingen, dem Sein ueberhaupt gegenueber, sondern die transzendierte, sie braucht keine Form, keinen Ausloeser mehr. Ausloeser haben: z.B. eine nette Begegnung, eine Blume, ein kleines Geschhenk…Dankbarkeit zeigen und die Liebe taucht auf. Transzendierte Liebe= einfach so beim Aufwachen , ohne Ausloeser. Das gibt es. Wir lieben, ja, wir lieben auch, nur selten bedingungslos. Mal lieben wir , dann wandelt sich das oder wir lieben diesen aber jenen nicht- eher selektiv. Die Liebe, von der ich spreche ist auch kein Gefuehl (obwohl sie koerperliche Empfindungen ausloest) sie ist eine Haltung, eine Entscheidung wie wir auf die Welt blicken, eine Einstellung von Hinwendung unabhaengig von Bedingungen und Urteilen, ob etwas unserer Liebe wert ist oder nicht. Wir koennen das ueben: story vom Tag im Zug, jede Schwierigkeit, jede Situation lieben: auf Corona Test warten, nicht bei Geschwistern wohnen koennen sondern isoliert, kein heisses Wasser fuer Kaffee/Tee im Zug, Kopfweh, weil kein Kaffee und ich entgiftete,…:), rueckwaerte fahrend, nicht so gut lesen koennen,…die Situationen lieben= was?? sich erinnern, dass ich lieben moechte, was ist, weil ich glaube, dass das mein Weg ist, und durchs blosse Erinnern, fiel das Problem weg, die Belastung. Es gab fuer alles eine Loesung, alles war anders als ich gedacht hatte- so what? na und?, ich fuehlte mich gestaerkt, neutral, in der Liebe, kooperierend mit „dem was ist“, weil es schon DA ist. Anders ausgedrueckt: kein Widerstand der Realitaet gegenueber. Im Buddhismus sind Weisheit und Mitgefuehl die 2 Pfeiler (Beispiel des „sich-verknallens“ als das Goettliche im anderen sehen fuer eine Zeit- und dann diesen Blick verlieren.)
    These: entweder lieben wir—-oder wir haben Angst. Bitte selbst ueberpruefen! Wenn wir uns fuer die Liebe entscheiden als Lebensweg, wenn wir denken „ja, da ist etwas dran!“, eine Lebensweisheit und Inhalt, dann waere „Angst“ als ein Umweg zu betrachten, ein Fallen aus der Liebe. Angst waere/ist ein Missverstaendnis, ein Nicht-Verstehen/nicht zugeben wollen/koennen, dass die Essenz, der Grund allen Seins, die Liebe ist. Angst ist die Trennung von der Liebe, und ein anderes Wort fuer Trennung ist Suende, fuer die Situation des von der Schoepfung/(Gott) getrennten unvollkommenden Menschen (bis heute erhalten bei dem Wort absondern/ auch bei Sund = Insel ist durch Wasser vom Festland getrennt ).
    Gott: indogermanischen *ghuto-m der Verbalwurzel *ghau (- [an]rufen) . Nach dieser These wäre Gott das angerufene Wesen. Weiter kann es auf die indogermanische Wurzel *gheu- (= gießen) zurück geführt werden, wonach Gott als das, dem [mit] Trankopfer geopfert wird, zu verstehen wäre.Gott war saechlich, das Gott.

    Vielleicht koennen wir uns einigen, dass ich sage: ich weiss nicht, was die Quelle des Lebens ist, aber meine ERFAHRUNG und Schlussfolgerungen von Beobachtetem ist, dass es mehr Liebe gibt. Und dass ich es fuer einen sinngebenden und freudvolleren Weg halte, die Liebe als Essenz allen Seins zu betrachten, “ zu lieben“ als Lebensreise, spirituelle Reise zu beschreiten; wir sagen in solchen Faellen „es fuehlt sich richtig an“.
    Wenn wir nicht liebend sind, haben wir das Gefuehl nicht geliebt zu werden. Liebe deinen Naechsten….Verantwortung fuer unser Denken uebernehmen!
    Es gibt etwas in uns, das uns suchen laesst, diesen Kurs nehmen laesst, den Yoga Weg beginnen laesst, spirituelle Texte lesen laesst, ein call ,ein Ruf, eine innere Stimme (ich nenne es den Wecker), wir haben ihn/sie, und ignorieren es oft, gehen darueber hinweg. Was uns da ruft, ist unsere angeborene Weisheit, unser eigenes Wissen, dass wir aus einem bestimmten Grund am Leben sind: was war der noch? warum? warum bin ich hier? Die Frage ist gut, es sind die Fragen, die uns antreiben, nicht die Antworten.
    Im Christentum ist es der Heilige Geist, der als Ruf/call und als Bruecke zwischen dem Absoluten/ der Liebe und uns den Toechtern, Soehnen, Maennern, Frauen, Menschen wirkt. Der Hl. Geist/der Ruf/diese Energie ist Bewusstseinskraft in uns. Im Buddhismus Erleuchtung genannt. Im Zen sagen wir, alle Menschen sind schon erleuchtet- auch wenn sich das fuer uns nicht so anfuehlt. Wenn ich sage: Ihr seid, du bist erleuchtet…..kannst Du den Gedanken zulassen? Du bist schon erleuchtet. (Pause) Wir sind erleuchtet, weil wir das Ebenbild von etwas Heilen/Erleuchteten /Vollkommenen sind. du weisst es vielleicht nur nicht, spuerst es nicht, weil das Erleuchtete Bewusstsein schlaeft, ueberlagert ist mit Angst, Denken, Zweifel, Ignoranz, …Angst , Angst, (Enge) ist ein Ruf nach Liebe, deswegen beurteilen wir ab heute Angst bei uns und anderen auch nicht- es ist ein Hilferuf- nach Gesehen werden wollen/ nach Liebe. (Geschichte vom jungen schwarzen Mann mit Baseballschlaeger, der ein Schaufenster einschlagen wollte. Andere Schwarze umringten ihn, sangen, versuchten ihn aufzumuntern und zu ueberzeugen , es nicht zu tun. Schliesslich gab er widerwillig auf und ging mit den anderen. Vielleicht wollte er endlich mal gesehen und angesprochen werden – und das ist passiert. ) Erleuchtung ist im Zen keine Veraenderung, nur ein Wiedererkennen, deswegen koennen wir sagen: Du bist schon erleuchtet. (Bild vom Steinpolieren im Zen, ich will ihn rein machen. Wie kann ihn polieren rein machen? Er ist schon rein).
    Erleuchtung von was?, erleuchtet zu was? zur bedingungslosen Liebe. Bei Heiligen, Propheten, Gurus, …kann man sehen sie haben keine Angst, sie haben soviel Liebe, dass fuer Angst kein Platz ist (Jesus Christus als Beispiel fuer bedingungsloses lieben, das Christusbewusstsein; Buddha, der nur helfen/heilen will mit seiner Lehre; Gandhi und die Reihen von Demonstaranten , die sich von den Englaendern zusammenschlagn liessen; tibet. Lamas in chin. Gefaengnissen, die ihre Waerter nicht hassen; (Widerstandskaempfer, die unter Folter ihre Kameraden nicht verraten…???? oder Gefangene , die das bisschen Essen noch teilen,….), keine Angst mehr. Wir moegen schlafen als Menschheit, aber die Liebe ist dennoch da.
    Wie in den Maerchen Schneewittchen und Dornroeschen schlafen ( vom Ego/ als Bild von der boesen Stiefmutter in den Schlaf versetzt, heute wuerden wir sagen vom Ego, dem unterscheidenden Denken) und ihre Schoenheit/die Liebe bleibt – und sie kann jederzeit geweckt werden. (Prinz kommt? Der Hl.Geiste, die Bruecke zwischem Ego/Schlaf und Absolutem/der Liebe weckt uns. Ein Kuss, von aussen erinnert uns wieder, warum wir hier sind , er weckt uns.)
    Beziehungen sind dazu da, um zu lieben.

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #11284
    doris harder
    Moderator

    Geschlossene Augen sind sinnvoller bei Visualisierungen. LG doris

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #11282
    doris harder
    Moderator

    Yogawerkstatt „Geh an die Orte, die du fuerchtest“
    Inhalt zu 2.7.2020 Kurs 2/6 doris harder

    Unsere Meditationshaltung-egal ob auf Stuhl oder am Boden sitzend – wird auch aufrechtes „Sitzen“ genannt; oder im Zen Buddhismus auch „zazen“= sitzen in Stille; oder gegenwaertiges sitzen .
    Diese Zazen-Haltung (aufrechter Ruecken, die Haende entspannt auf den Oberschenkeln, das Kinn Richtung Brust und die Augen halbgeoeffnet ca 1,5 m auf den Boden vor uns gerichtet ) ist mittig, stark (niemand kann uns umstossen), offen empfangend (ohne zu werten, alles darf sein) , verletzlich (unser Brustkorb ist ungeschuetzt) , transparent (wir zeigen uns), absichtslos…Diese koerperlichen Attribute uebersetzen wir auch auf den Geist, wir wollen als ganzer Mensch verletzlich, stark, empfangend,….sein. Diese zazen Haltung auch im Alltag einnehmen sozusagen.
    Wir sitzen koerperlich still, adjustieren den Koerper waehrend der Sitzeinheit nicht (von 10/15 Min oder wie lange auch immer), um das Nicht-ausweichen zu ueben. Im Alltag folgen wir schnell unseren Impulsen bei Schwierigkeiten in unsere Komfortzone zu gehen oder zu bleiben- wir reagieren (konditioniert) statt von der „Mitte her, aus der Ruhe“ den Situationen adaequat zu begegnen!
    Basis Uebung: im Sitzen (oder Stehen oder Liegen) SAMATHA Meditation (zum Ankommen und Beruhigen, als Vorbereitung)
    1. Atem: die Verbindung mit dem Atmen herstellen: wissen (spueren, wahrnehmen), wenn wir einatmen ….und wissen, spueren, wahrnehmen , wenn wir ausatmen. Wir SIND das Atmen. Wir manipulieren den Atem nicht, nehmen nur wahr (schnell, kurz, tief, flach,…) Dies ist der Vorgang, zu dem wir jederzeit zurueckkehren koennen. Ob im formellen Sitzen ( wo wir bewusst eine Zeit bestimmen zum Ueben) oder im Alltag, wenn wir merken, dass wir entschleunigen wollen, in die Gegenwart zurueckkommen wollen.
    2. Koerper: sich erden , ankommen, indem man den Koerper spuert (Po auf Stuhl/Kissen), Haende auf Oberschenkel, …zwickt etwas, schmerzt etwas? Es wahrnehmem, wenn man moechte: Dort hinatmen.
    3. Gedanken: wissen, was man denkt; Gedanken weder ignorieren/wegdruecken noch ihnen auf den Leim gehen und weiterspinnen. Gedanken gegenueber freundlich und willkommend sein, sie im Geiste „verpacken“ in eine Wolke/Watte/Licht und sie sanft weiterschicken. Ihr koennt den Gedanken auch sagen : „Ich kuemmere mich spaeter um Euch.“
    4. Gefuehle: Zu Beginn arbeiten wir noch nicht mit den Gefuehlen. Auch Gefuehle nehmen wir in diesem Stadium nur wahr ( angenehm, unangenehm, neutral).

    Uebung fuer Visualisieren: sehen- Wald
    hoeren- Insekten, Voegel,…
    riechen- Harz, Holz,..
    beruehren- Borke
    schmecken- Lieblingsobst

    2. Uebung Visualisieren: anderen/sich selbst Kraft schicken, dies wird genannt TONGLEN (tibetisch) = Geben und Nehmen
    Eine liebe Person vorstellen : was hat sie an? welche Haltung (sitzend, stehend, arbeitend,..)? , welche Taetigkeit uebt sie aus? Detailiert vorstellen; wenn ihr bereit seid,
    a) beim Einatmen: die Sorgen, Krankheit, Gebrechen, Probleme dieser Person (auch detailiert) einatmen und ins Herz/Brustraum oder in euren ganzen Koerper aufnehmen
    b) beim Ausatmen: schickt ihr dieser Person Kraft, Mut, Freude, Heilung,…je nachdem was gebraucht wird.
    Versuchen, den Rhythmus des Ein/Ausatmens beizubehalten, bei den Bildern kreativ werden, duerfen veraendert werden.
    Beendigung der Uebungen: BIlder sich aufloesen lassen, zum Atmen zurueckkommen, langsam Augen oeffnen und im Raum ankommen.
    3. Uebung Selbstmitgefuehl
    Die Tonglen Uebung fuer sich selbst ausfuehren.
    beim Einatmen: alles, was wir an uns nicht moegen und als Fehler, Schwaechen empfinden,…. wird freundlich aufgenommen in unseren Brustraum, der weit und offen und ohne Urteil, grenzenlos,…ist
    beim Ausatmen: schicken wir gute Wuensche hinaus in die Welt/zu uns selbst.
    Beendigung der Uebungen: BIlder sich aufloesen lassen, zum Atmen zurueckkommen, langsam Augen oeffnen und im Raum ankommen.
    Visualisierungen allgemein
    jede Person sieht eigene innere Bilder; z.B. bei „Herz“ denken Mediziner an ein anatomisches Herz, das Kind an ein Lebkuchenherz, die Philosophin macht sich Gedanken ueber das Herz an sich; Schauspielern faellt ein Gedicht dazu ein, usw
    Das ist natuerlich, dass wir eigene Bilder haben. Wir koennen die auch nicht kontrollieren, sie verselbstaendigen sich. In Visualisierungen kommuniziert das Unbewusste mit uns.

    Visualisationen kommen in allen Traditionen vor, waren frueher geheim. Heute werden sie in vielen Bereichen benutzt: – Medizinisch (Reha, Heilung);
    – beim Sport (um Leistungen zu erhoehen)
    – im Beruf (um Geschaefte aufzbauen, Visionen klar zu definieren).
    Wir nutzen diese Kraft–was auch immer da funktioniert, ist und bleibt wohl ein Geheimnis- sehr wenig bewusst im Alltag.

    4. Uebung Arbeit mit Emotionen, bei der Emotion bleiben, sie freundlich halten/aushalten
    mit Tonglen fuer sich beginnen als Vorbereitung (siehe 3.) und dann wir rufen eine Situation mit einem bestimmten Gefuehl hervor, das wir uns naeher betrachten wollen.
    Emotionen haben einen gedanklichen und einen koerperlichen Anteil.
    Die Gedanken, die mit den Gefuehlen sind, die entlassen wir; wir bleiben bei der puren koerperlichen Empfindung von Wut, Trauer, Freude, Scham,… je nachdem was ihre gerade bearbeiten wollt. (Vielleicht nehmt ihr euch etwas vor- und dann setzt sich ein anderes Gefuehl durch, das angeschaut werden will; ) wir spueren dieses, nehmen es war. Neu ist, dass wir dieses Gefuehl vollkommen zulassen: wir ignorieren es nicht, wollen es nicht weghaben , sondern geben ihm Raum in uns, geben ihm Aufmerksamkeit und Freundlichkeit.
    Alt ist, dass wir unsere Emotionen entweder ablehnen oder sie ausleben. Man koennte meinen, dass Menschen, die ihre Emotionen ausleben, naeher dran sind an ihnen (leicht weinen; Wut herauslassen;…) Emotionen herauslassen- wo sie nicht hingehoeren oder nicht eine angemessene Antwort auf eine Situation sind- ist in unserer Definition ebenfalls ein „sie-nicht haben/spueren-wollen“. Wenn Emotionen raus muessen- will man sie nicht haben, es ist zu schmerzlich, sie spueren zu muessen. Deshalb ueben wir den 3. Weg: sie freundlich zulassen.
    Beendigung der Uebungen: BIlder sich aufloesen lassen, zum Atmen zurueckkommen, langsam Augen oeffnen und im Raum ankommen.
    Allgemein: wir beginnen mit uns und unseren Themen und ueben das Nicht-Ausweichen. Wir stellen uns dem, was kommen mag und halten es aus. Wir ueben das formell (im Kurs oder fuer uns in einem sicheren Raum) und spaeter auch im Alltag, wenn wir herausgefordert sind und in der Situation bleiben statt wegzulaufen. Es ist ein Geistestraining, wir ueben an und mit unserer Resilienz, um bewusst Staerke abgeben zu koennen , wo sie gebraucht wird. Ein Prozess des Heilens, Ganz werdens, Ausschoepfen unserer geistigen und spirituellen Faehigkeiten.

    als Antwort auf: Zusammenfassungen der Impulsreferate von Doris #10979
    doris harder
    Moderator

    Artikel von Mike Kauschke, Chefredaktuer beim Magazin „Evolve“, zum Thema Resilienz
    BURNOUT, RESILIENZ UND TRANSFORMATION
    Stärke aus Verbundenheit
    Was macht uns innerlich stark? Warum werden Menschen von Schicksalsschlägen für immer gezeichnet, während andere wieder den Mut zum Leben finden? Eine Spurensuche im Umkreis von Resilienz, Salutogenese und Weisheit.

    Die Diagnose Burnout ist momentan allgegenwärtig. In unserer immer schneller werdenden Welt sind wir mit vielen Stressauslösern konfrontiert: ständig steigende Anforderungen am Arbeitsplatz; Angst davor, ihn zu verlieren; die Informationsflut und die permanente Erreichbarkeit durch Mobiltelefone und Internet; der Spagat zwischen Kindererziehung und Karriere – und als Hintergrundrauschen die Krisen in der Finanzwelt, der Ökologie und Politik, die uns ständig begleiten. All das kann uns emotional so in die Enge treiben, dass unsere innere Kraft versiegt und wir ausbrennen.
    Die Idee der Resilienz oder psychischen Widerstandskraft scheint einen Ausweg aus diesem Dilemma zu ermöglichen. Längst beschäftigt sich auch die Wissenschaft mit dem Thema, Ratgeber für mehr psychische Stabilität werden zu Bestsellern, Seminare zu Resilienz als Burnout-Prophylaxe sind ausgebucht. Dabei werden oft Methoden aus der Psychologie oder auch Achtsamkeitsübungen
    angewendet, die Menschen eine innere Zentrierung entwickeln lassen. Aber geht es hier eigentlich nur um ein Problem auf der individuellen, persönlichen Ebene? Oder zeigt sich in den steigenden Burnout-Zahlen nicht auch eine tiefere Misere unserer Kultur? Der Soziologe Hartmut Rosa stellt als Folge der ständigen Beschleunigung eine zunehmende Entfremdung von uns selbst und der Welt fest. Der Philosoph Byung-Chul Han spricht von einer „Müdigkeitsgesellschaft“ und sieht Burnout und Depression als Krankheiten unserer Zeit. Es scheint, als könnten wir mit der Komplexität der Welt nicht mehr mithalten. Und obwohl es sicher viele hilfreiche Methoden gibt, scheint eine radikalere Umorientierung nötig. Worin diese bestehen kann, zeigt sich vielleicht, wenn wir die Resilienz, unsere innere Stärke, bis zu ihrer Quelle zurückverfolgen, die wiederum unser ganzes Sein in der Welt verwandeln kann.

    Gestalter, nicht Opfer

    Als Pionierin der Resilienzforschung gilt die US-amerikanische Entwicklungspsychologin Emmy Werner. In den 70er Jahren führte sie eine Langzeitstudie zu der Frage durch, wie sich Kinder, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen, zu Erwachsenen entwickeln. Die Eltern der Kinder waren zum Teil psychisch auffällig, alkoholkrank, arbeitslos und/oder arm. Unerwartet bei ihren Untersuchungen war für Werner, dass ein Drittel dieser Kinder sich trotz dieser schwierigen Erfahrungen in der Kindheit normal entwickelte. Sie schlussfolgerte daraus, dass diese Kinder über besonders starke psychologische Widerstandskräfte verfügten. Werner unterschied drei Aspekte, durch die diese Kinder trotz allem gesund heranwachsen konnten: Persönliche Faktoren wie ein positives Selbstkonzept, eine unterstützende Beziehung zu mindestens einem emotional stabilen Familienmitglied und eine Gemeinschaft oder eine Gruppe Gleichaltriger, in der sich das Kind aufgehoben fühlt.
    Seit diesen grundlegenden Untersuchungen von Werner hat sich das Feld der Resilienzforschung rasant entwickelt. Die American Psychological Association hat eine zehn Punkte zählende „Road to Resilience“ formuliert, die neben der Pflege von Beziehungen vor allem eine zentrale Haltung charakterisiert: Das Selbstvertrauen, uns auf die Möglichkeiten der Veränderung zu fokussieren, die sich aus einer schwierigen Situation ergeben. Diese Fähigkeit wird als „Kontrollüberzeugung“ bezeichnet. Toni Faltermaier vom Institut für Psychologie der Universität Flensburg erklärt: „Wenn wir diese Kontrollüberzeugung besitzen, sehen wir uns eher als Gestalter unseres Schicksals und weniger als Opfer der Ereignisse.“ Ein weiterer Faktor ist unsere emotionale Intelligenz, ein Begriff, der durch die Arbeit von Daniel Goleman bekannt wurde und darauf verweist, dass wir unsere Emotionen einfach wahrnehmen können, ohne sie zu dramatisieren oder zu verharmlosen. Zudem sind wir in der Lage, sie positiv zu beeinflussen. Wir können uns zum Beispiel bei Angstgefühlen beruhigen oder aus unseren Emotionen bewusst Handlungen folgen lassen, die unseren eigenen Werten und Zielen förderlich sind.
    Interessanterweise konnte in einer Studie mit Witwen herausgefunden werden, das sich diejenigen Frauen als besonders resilient zeigten, die starke Emotionen zulassen konnten – sowohl Gefühle der Trauer wie auch Gefühle des inneren Friedens und der Akzeptanz des Schicksalsschlages. Daraus zogen die Forscher den Schluss, dass ein wichtiger Faktor für Resilienz die „emotionale Komplexität“ ist, die Fähigkeit, während einer Stresssituation verschiedene starke Emotionen zu erfahren, ohne dabei von ihnen vereinnahmt zu werden.
    Wichtig für die Fähigkeit emotionaler Komplexität scheint auch die richtige Verbindung von Denken und Fühlen zu sein. Einem zentralen Punkt der „Road to Resilience“ gemäß ist dabei eine langfristige Perspektive hilfreich, in der die momentanen Schwierigkeiten in einem größeren Kontext gesehen werden können. Hier bildet also die rationale Fähigkeit, das eigene Leben als ein sinnvolles und gestaltbares Ganzes zu sehen einen Kontext für zunächst überwältigend scheinende Emotionen.
    Damit wird auch deutlich, dass für Resilienz ein gewisser innerer Abstand zum emotionalen Erleben unterstützend ist. Diese Fähigkeit zur Distanzierung lässt sich durch Achtsamkeitsübungen und Meditation schulen. Wir erfahren Gedanken und Gefühle, ihr Kommen und Gehen, sind aber nicht unauflösbar in sie verstrickt. Meditatives Bewusstsein ist einerseits ein neutrales Beobachten, lässt andererseits aber auch positive Gefühle in uns erwachen, wenn wir den Fokus unserer Aufmerksamkeit von den Inhalten des Bewusstseins – zum Beispiel Gedanken, Emotionen, Erinnerungen – zum reinen Gewahrsein lenken. Diese Freiheit von Gedanken und Emotionen „fühlt sich gut an“ und bringt uns in Verbindung mit einer inneren Freude und Zufriedenheit, die zu einer tiefen Ressource in stressvollen Situationen werden kann.
    Diese psychische Erleichterung bildet allerdings nicht das eigentliche Ziel der meditativen Übungen. Vielmehr geht es dabei um den Kontakt mit einer existenziellen Sphäre in uns, in der unsere Trennung vom Ganzen des Lebens durchlässig wird oder sich gar auflöst. Unsere Individualität im Sinne eines Getrennt-Seins von der Welt relativiert sich und wir fühlen uns aufgehoben in einem größeren Zusammenhang. Diese Sphäre einer existenziellen Zugehörigkeit und eines grundlegenden Lebensvertrauens ist die eigentliche Quelle von Resilienz. Aus ihr entsteht eines der kostbarsten Güter für uns Menschen, ohne das wir innerlich verarmen: Sinn.

    Der Sinn, der uns übersteigt

    Etwa zur gleichen Zeit wie Emmy Werner untersuchte der israelische Soziologe Aaron Antonovsky die Lage von Frauen, die den Holocaust überlebt hatten. Trotz ihrer schrecklichen Erlebnisse war ein Drittel der Frauen psychisch stabil geblieben. In einem weiteren Schritt formulierte Antonovsky daraus seinen Ansatz der „Salutogenese“. Als entscheidend für die sogenannten Widerstandsressourcen sah er das Kohärenzgefühl an. Hierbei waren für ihn drei Aspekte wichtig: Verstehbarkeit, Handhabbarkeit oder Bewältigbarkeit und Bedeutsamkeit oder Sinnhaftigkeit.
    Verstehbarkeit ist die Überzeugung, dass wir die Ereignisse unseres Lebens verstehen und geordnet erfassen und beeinflussen können; Bewältigbarkeit ist das Wissen, dass wir in uns und um uns die nötigen Ressourcen finden, um diesen Ereignissen konstruktiv zu begegnen. Aber der dritte Aspekt war für Antonovsky der wichtigste. Denn ohne einen Sinn, der den Menschen zum Überleben, zum Weitermachen, zur Auseinandersetzung mit schwierigen Erfahrungen bewegt, wird ihm die innere Motivation fehlen, um auf schwierige Begebenheiten zu antworten.
    In der Tat haben Menschen, die selbst unter schrecklichsten Umständen ihre Würde bewahren konnten, eine innere Widerstandsfähigkeit gezeigt, die über das menschliche Vermögen hinauszugehen scheint. Es sind Menschen wie Viktor Frankl (… trotzdem Ja zum Leben sagen), die kürzlich im Alter von 111 Jahren verstorbene Alice Herz-Sommer oder Etty Hillesum, die im Konzentrationslager schrieb: „Das Leben und das Sterben, das Leid und die Freude, die Blasen an meinen wundgelaufenen Füßen und der Jasmin hinterm Haus, die Verfolgungen, die zahllosen Grausamkeiten – all das ist in mir ein einziges starkes Ganzes, und ich beginne immer mehr zu begreifen, wie alles zusammenhängt, ohne es bislang jemandem erklären zu können.“
    Durch solche Worte spricht ein Erspüren der Sinnhaftigkeit, in der uns tiefere Ressourcen als nur die der eigenen Psyche zugänglich scheinen. Wie in der Meditation können uns solche Erfahrungen geheimnisvoller Bedeutsamkeit in eine Verbundenheit mit etwas führen, das unser getrenntes Dasein übersteigt. Die Erfahrung von Verbundenheit und Einheit war immer eines der Anliegen mystischer Wege, weil sich darin unser Selbstgefühl erweitern kann. Wir sind dann nicht mehr nur ein persönliches Selbst, sondern unser Selbsterleben schöpft aus der ungetrennten Tiefe unseres innersten Wesens und dem sich entfaltenden Prozess des Lebens in uns, in anderen Menschen und in der Welt.

    Weisheit ist lernbar

    In den großen spirituellen Traditionen gilt die Erfahrung dieser existenziellen Verbundenheit als stärkste Quelle von Weisheit. Auch die wissenschaftliche Forschung nimmt sich seit einigen Jahrzehnten dieses schwer zugänglichen Bereichs an. Als einer der Pioniere der modernen Weisheitsforschung gilt Paul Bathes, der das „Berliner Weisheitsmodell“ formulierte. Für Bathes ist Weisheit ein „Expertenwissen in Bezug auf die fundamentalen Tatsachen des menschlichen Lebens“, das sich in Selbstvertrauen und Selbstreflexion, Altruismus und Empathie, in Wissen und dessen Anwendung im „richtigen Leben“ zeigt. Einen anderen Ansatz von Weisheit hat die Soziologin Monika Ardelt entwickelt. Sie schreibt der Weisheit eine kognitive (Streben nach Wahrheit), eine reflektive (Selbstreflexion) und eine affektive (Mitfühlen) Komponente zu, wobei Weisheit für sie darin besteht, diese Aspekte zu integrieren. Für Gert Scobel wiederum, Fernsehmoderator und Autor des Buches Weisheit – Wissen, was zählt, hat „Weisheit damit zu tun (…), wie wir uns in komplexen, scheinbar unlösbaren Situationen zurecht finden und diese nachhaltig steuern“.
    Was die Weisheitsforschung und die Weisheitstraditionen vereint, ist die Erkenntnis, dass Weisheit sich entwickeln lässt. Allerdings nicht allein durch Methodik und die Ansammlung von Wissen oder nur durch die Zunahme an Erfahrung im Laufe des Lebens (und Alterns), sondern durch ein existenzielles Erkunden der letzten Fragen des menschlichen Daseins. Weisheit entspringt aus der Quelle des Ungetrennten in uns selbst und zeigt sich in etwas, das man vielleicht als existenzielle oder gar spirituelle Resilienz bezeichnen könnte. Sie beruht nicht nur auf Übungen des Selbstmanagements, so wertvoll und nützlich diese auch sein mögen, sondern auf der inneren Öffnung für den zugrundeliegenden Sinn unseres Daseins und für das umfassendere Ganze, in dem unser Leben sich entfaltet.
    Das steigende Interesse an Resilienz könnte auch auf das Sinnvakuum zurückzuführen sein, dass viele Menschen heute spüren. Otto Scharmer zum Beispiel sieht als Grund für Burn-out und verwandte Phänomene die Trennung zwischen unserem „jetzigen Selbst“ und unserem „höheren“ oder „zukünftigen Selbst“, dem Selbst, das wir werden können. Wenn wir diese innere „Vertikalspannung“, wie Peter Sloterdijk die Divergenz zwischen beiden Polen nennt, nicht mehr spüren, fallen wir in eine innere Leere und Erschöpfung.
    In einer TV-Sendung zum Thema Resilienz machte Gert Scobel vor kurzem unter großem Zuschauerinteresse auf ein Defizit aufmerksam, auf das wir seiner Überzeugung nach durch die kulturelle Förderung von Weisheit reagieren können und sollten. Resilienz, Salutogenese und Weisheit weisen darauf hin, dass der Mensch ein lernendes, ein sich entwickelndes Wesen ist. Der Weg wird dabei zum Ziel: Menschen, die in unabhängiger Selbstreflexion die Tiefe ihres eigenen Wesens ausloten, die Beziehungen zu ihren Mitmenschen und der Welt entfalten und sich einem größeren Sinn verbunden fühlen, haben Zugang zu einer Kraftquelle in sich selbst. Eine Kultur, in der diese innere Haltung gefördert würde, könnte dann selbst an Resilienz und Weisheit gewinnen und so auch bis in Wirtschaft und Politik hinein andere Strukturen und Lebensformen entwickeln, die wiederum diese Qualitäten in Individuen unterstützen. Wir müssen aber nicht darauf warten, dass dies von selbst geschieht, denn intuitiv können wir erahnen: Eine weisere Kultur beginnt in und zwischen uns.

    als Antwort auf: Zusammenfassungen der Impulsreferate von Doris #10978
    doris harder
    Moderator

    4. Abend
    Buch Empfehlungen: Vivian Dittmar „Emotionen und Gefühle“;
    Karla McLaren: „The language of emotions“
    Jean Houston „Der mögliche Mensch“ (mit vielen Uebungen)
    Byron Katie „Lieben was ist“ (unseren Glaubenssätzen auf den Grund gehen)
    Rick Hanson: Gehirn eines Buddha (wissenschaftliche Data in Zusammenhang mit Achtsamkeit, Uebungen)

    geführte Meditation: Reise ins Gehirn ca 15 Min im Liegen, linke und rechte Gehirnhälfte, flexibel hin-und her hüpfen. Sinneswahrnehmungen hervorrufen (riechen hören, schmecken, fühlen,…). Mit dem Gehirn bewusst Kontakt aufnehmen.
    ———————————-
    1. Teil Gefühle/Emotionen
    warum die Beschäftigung mit Gefühlen/Emotionen wichtig ist: Emotionen: wir haben immer und überall mit ihnen zu tun. Manchmal sind sie uns im Weg, lassen uns zögern oder über das Ziel hinausschiessen. Gefühle lassen uns grosse Dinge vollbringen; statt alle Gefuehle ueber einen Kamm zu scheren als fluechtig oder sie nur einzuordnen als „angenehm, unangenehm, neutral“ (Buddhismus), nehme ich gern die Teile der westlichen Psychologie auf, die hilfreich sind.
    Unterschied: in unserer Definition sind Emotionen „Altlasten“, nicht gelebte, unterdrueckte Gefuehle, die am falschen Ort zur falschen Zeit aus uns herausbrechen oder uns ueberwaeltigen. Sie kommen aus der Amygdala (Sitz der triebhaften Reaktionen), reflexartig, unreflektiert. Sie gelten dem Ueberlebenstrieb, es gibt einen Ausloeser und wir reagieren blitzschnell (z.B. aus Angst davonlaufen oder zurueckschlagen…) Emotionen haben ihre Berechtigung , z.B. bei Gefahr. Wir reagieren im Alltag aber oft mit Emotionen wo es gar nicht ums Ueberleben geht (auch wenn es sich so anfuehlt), sondern wo Emotionale Intelligenz/Kommunikation/Gefuehle gebraucht wuerden.

    Gefuehle (gelten nicht dem Ueberlebenstrieb; mit ihnen treten wir mit anderen Menschen und der Welt in Verbindung); sie sind Kraefte, die wir kultivieren und fuer uns nutzen koennen anstatt dass sie „nur kommen und gehen“ ; eigentlich nur 5 Grundgefuehle: Wut; Trauer; Angst; Scham; Freude (leicht e Unterschiede bei verschiedenen Psychologen)

    Fortsetzung am naechsten Donnerstag.
    ——————-
    Abscluss Meditation: 8 Min in Stille sitzen

    5. Abend
    Meditations Methoden: – zaehlen von 1-10, immer mit dem Einatmen oder dem Ausatmen die Ziffer denken. Wenn Gedanken kommen, die wahrnehmen und wieder bei Ziffer 1 anfangen. Konzentration/Sammlung
    oder Variante: – ein Objekt visualisieren, immer wenn Gedanken kommen , zu dem Objekt zurueckkehren

    Die Gedanken formen unsere Gefuehle: 15 Min Uebung : ueber ein Objekt denken 1. „das ist falsch, weil….“ und nachspueren, welche Gefuehle kommen. Ueber dasselbe Objekt denken 2. „das ist richtig, weil…“ und 3. „das ist schade, weil…. 4. „bin ich falsch?“…und immer nachspueren, welche Gefuehle ausgeloest werden.

    Gruppenarbeit: Szene vorstellen, in der wir im Cafehaus sitzen und unsere Verabredung erscheint nicht. Welche Gedanken / damit verbundene Gefuehle treten auf? (15 min)

    – Steh/Gehmeditation 5 Min

    Impulsreferat: Es gibt 5 Arten, die wir als Gefuehle beschreiben
    1. Emotionen (nicht gelebte , alte Gefuehle; dienen dem Ueberleben)
    2. 5 Grundgefuehle (dienen der sozialen Verbindung/Kommunikation; Angst, Wut, Trauer, Scham, Freude)
    3. koerperliches Empfinden (KLoss im Hals, Stein in der Magengrube, Gaensehaut,…)
    4. biologische Programmierung (dient dem Ueberleben; Verlieben; Gier; biologische Angst, Ekel,…)
    5. Faehigkeiten (Liebe, Vertrauen, Empathie,….; diese sind immer da, wir koennen uns dort hin orientieren/hinwenden)

    Die 5 Grundgefuehle haben alle eine Schattenseite und eine Kraftseite. Wenn wir um diese Kraefte wissen, koennen wiruns und andere besser verstehen und die Kraefte nutzen .

    IHRE SCHATTENSEITEN:

    ANGST LÄHMUNG
    TRAUER PASSIVITÄT
    WUT ZERSTÖRUNG
    SCHAM SELBSTZERFLEISCHNG
    FREUDE ILLUSION („es läuft alles super“)

    IHRE KRAFT / ENERGIE SEITEN:

    ANGST INNOVATION
    TRAUER ANNAHME
    WUT HANDLUNG
    SCHAM SELBSTREFLEKTION
    FREUDE WERTSCHÄTZUNG

    Achtung, einige Besonderheiten: Liebe ist kein Gefuehl (sondern besteht aus vielen Teilen: sich geborgen fuehlen; geben wollen; inspiriert sein,…) , sondern eine Extra Kategorie. Sie erscheint nicht nur , wenn sie gebraucht wird (wie die 5 Grundgefuehle) und sie ist nicht abhaengig von einer bestimmten Situation. Im Gegenteil: es kann jemand wutentbrannt vor mir stehen, mich anbruellen- und ich reagiere nicht mit Geschrei, sondern Liebe und Mitgefuehl taucht auf. Liebe ist eine Faehigkeit.

    Angst: wir haben nicht Angst vor der Gefahr sondern mehr vor dem Unbekannten; in Kraftseite ist nicht Mut, sondern Innovation
    Scham: ist nicht nur negativ, die Kraftseite- Selbstreflektion, ist wesentlich.

    Fuer Emotionale Intelligenz, wenn wir sie denn wuenschen, ist die Beschaeftigung mit Gefuehlen unumgehbar. Die Wahrnehmung der Gefuehle geschieht mit Achtsamkeit.
    Bitte beschaeftigt euch mit dem Bereich der Gefuehle, es lohnt sich. Herzlichst.
    Deep bow. doris

    • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Jahre, 9 Monaten von doris harder.
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    als Antwort auf: Zusammenfassungen der Impulsreferate von Doris #10977
    doris harder
    Moderator

    3. Abend Resilienz Herkunft: abprallen, zurueckspringen
    geistige/seelische Widerstandskraft. Emotional herausfordernden Situationen mit Ruhe/Balance begegnen und im besten Fall aus diesen Herausforderungen lernen.
    auch: Ausdauer, Durchhaltevermoegen, stamina, energy (eines der Paramitas=Vollkommenheiten im Buddhismus); Nicht- Aufgeben; Phoenix-aus-der-Asche-Prinzip; Stehaufmaennchen; Sisyphus-Bild;
    Definition: responding to difficulty and change, better: transforming difficulty and change
    Es gibt natuerlich nicht das EINE Rezept fuer Resilienz.

    Gluecksgefuehl (kleines Glueck, was von aussen kommt): sonniger Tag, freier Tag; Kinder, Geschenke
    Grosses Glueck: Sinn empfinden
    Dankbarkeit
    Freundschaft, Freundlichkeit (Austausch)
    WIR- Gefuehl
    ——————
    Lucy Hone, ted talk: 3 Hilfen
    Resiliente Leute: 1. verstehen, dass es Leiden gibt. sie verleugnen es nicht, sie wissen, dass es im Leben nicht happy zugeht. nicht Glueck als selbstverstaendlichwenn wir Leben, lebendig sind, werden wir schwierige Zeiten erleben-muessen (Liebende verlieren, Abtreibungen, Fehlgeburten, Arbeitslos, Naturkatastrophen, Krankheiten…

    2. vorsichtig wissen, wo wir Aufmerksamkeit hinlenken!!!! wissen was wir aendern koennen und was nicht!!!! wir nehmen negatives mehr (sticky) wahr. positives scheint schneller vergessen. wir werden bombardiert mit neg. news. resiliente Leute koenen sortieren, was sie brauchen. benefit finding. gratefulness. switch focus to positiv. Jeden Tag an 3 positive denken, fuer die sie dankbar sind. (academic study). Hunting the good stuff.
    3. Is what I am doing/thinking/saying helping or harming me? Be kind t-o yourself. fuettere nicht den Schmerz (selbstmitleid)
    shift, Hinwendung zu: wie kann ich helfen? how can I be of service ? (ist auch Leadership qualitaet!)
    —————
    Fiona Starr:
    2.mentalizing= thinking about thinking. compacity of understanding own thinking and thinking of others,; unprocessed feelings and thinking will manifest in illnesses, difficulties.
    3. step by step, mentalizing is a long process; training our attention = a muscle of attention. Thoughts we choose, where do we put focus „I have thoughts“ instead of „thoughts have me“.== towards resilience
    4. look at unconscious fear of live, fear of death
    5. be like a weeble (Stehaufmaennchen) „weebles wobble but they don’t fall down“ 🙂 wobbling is normal in difficult times. the more we can name what it is the less power situations will have over us. If we don’t name things we risk „a nameless threat“.
    6. love, brain science shows that the brain of baby is shaped by love! love soothes and calms. tree hugging- psychol. benefit
    7. good enough is good enough, no perfection goal

    Maya Angelou:“ you may not control all the events that happen to you, but you can decide not to be reduced by them.“

    Die 7 Säulen der Resilienz
    – Optimismus
    – Akzeptanz
    – Lösungsorientierung
    – die Opferrolle verlassen
    – Verantwortung übernehmen
    – Netzwerkorientierung
    – Zukunftsplanung

    Quelle: Achtsamkeit und Resilienz: Unterschiede, Gemeinsamkeiten | Doris Kirch.
    ——————-
    Dr. Karen Reivich und Dr. Andrew Shatté. Die beiden Forscher identifizierten zwar ebenfalls sieben Resilienzfaktoren, benannten sie aber etwas anders:
    Realistischer Optimismus (optimism)
    Emotionssteuerung (emotion regulation)
    Impulskontrolle (impulse control)
    Empathie (empathy)
    Kausalanalyse (causal analysis)
    Selbstwirksamkeitsüberzeugung (self-efficancy)
    Zielorientierung (reaching out)

    Die wesentliche Grunderkenntnis der Resilienzforschung ist eine Tatsache, die der Psychologe Albert Ellis bereits in den 1950er Jahren in seinem ABC-Modell dargelegt hat: Unsere Emotionen und Verhaltensweisen werden nicht durch die Ereignisse selbst bestimmt, sondern durch die Art und Weise, wie wir die Ereignisse wahrnehmen und interpretieren. (psycholo. und buddh!)
    „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben.“ Epiktet, also schon die Weisheit der alten Griechen)

    Achtsamkeit, Buddhismus: wir muessen niemand anderer werden, wenn wir Achtsamkeitspraxis anwenden.

    Die Achtsamkeitspraxis führt nicht nur zu Erkenntnissen über Verhaltensweisen im Umgang mit Stress und sich daraus ergebende Verhaltensänderungen. Es gibt noch wundervolle „Nebenwirkungen“: Wer gelernt hat, seinen Geist in der Meditation und im Alltag auf achtsame Weise zu erforschen, wird sich tiefsitzender psychischer Denkmuster und automatischer Reaktionsweisen bewusst und lernt, sich daraus zu befreien. Die Haltungen der Achtsamkeit, als Basis dieser Praxis, fördern eine bestimmte geistige Ausrichtung, die ganz natürlich Gefühle von Glück, Sinnhaftigkeit und Selbstmitgefühl hervorbringt. Und zwar nicht als Eigenschaften, die antrainiert werden, sondern als Qualitäten des Herzens, die in jedem von uns angelegt sind.

    in Kleingruppen: was staerkt mich?

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #10966
    doris harder
    Moderator

    Hallo Barbara,

    in deiner Reihenfolge, mehr heute Abend dazu:
    zu 1,) Vordergrund-Hintergrund: Ja, die Gedanken sind sehr praesent, je bewusster wir werden, desto mehr scheinen es zu werden. Sie vorbeiziehen lassen wuerde heissen, wieder zum Atem oder zu staerkeren Koerperempfindungen zu gehen, so dass die Gedanken in den Hintergrund treten. Funktioniert das nicht fuer dich? Visulisieren wuerde ich nicht, dann fuegst du noch mehr Bilder im Kopf hinzu.

    Ein weiterer Schritt ist sich einen „Gedanken vorzuknoepfen“. was passiert mit mir, was fuehle ich (!), wenn ich diesen Gedanken denke? Was loest er bei mir aus? es fuehlen-nicht nur denken. Diesen Gedanken willentlich oefter hintereinander denken. Will er dir etwas sagen? Frage ihn. Kommen Bilder? Durchschaue ihn.
    2) zum Koerper zurueckkehren, sich gerade aufrichten, Sitzhoecker spueren ist was ich unter 1) mit staerkeren Koerperempfindungen meine. Ist ok. Kontrolle ist es nicht per se- Kontrolle ist es, wenn dein Geist in control-mode ist. Also: Kannst du dich aufrichten, nur um dich aufzurichten, um die Form beizubehalten ohne extra Gedanken, es richtig machen zu wollen,…?
    3) Gefuehle—kommt
    4) Es gibt soviele Zentren….. Kennst du das http://www.Puregg.at bei Saalfelden/Maria Alm ? Dort habe ich vor fast 30 Jahren angefangen. Gebe dort einen Kurs im August: Medi und Kreativitaet (nicht so streng) und das immer schoene Neujahrsretreat (das ist aber sehr viel sitzen und formell) und Anfang Januar 2021 Praxistage.
    Gutes Buch zu „Gefuehlen“ ist Vivian Dittmars „Gefuehle und Emotionen“.

    LG doris

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #10964
    doris harder
    Moderator

    Liebe Petra, danke fuer dein feed-back und ja—sehr sehr gerne treffen in der Yogawerkstatt.

    Herzlichst doris

    als Antwort auf: Stummschaltung #10963
    doris harder
    Moderator

    ok, dear ones. I hear you. doris

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #10912
    doris harder
    Moderator

    Danke Linda, Vera, Carina fuers Teilen Eurer Gedanken.

    Und: ich werde die Aufnahme ansehen, da muessten die anderen Ideen ja zu hoeren sein. Herzlichst. Doris

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #10889
    doris harder
    Moderator

    Danke Dir fuers Mit- Teilen, Iris.
    doris

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #10883
    doris harder
    Moderator

    Liebe Vera, danke fuer dein feed-back.

    Ich habe selbst das Ende als zu abrupt wahrgenommen, das muss ich noch ueben 🙂 Verzeihung.

    Ich freue mich auf Donnerstag. Doris

    als Antwort auf: Fragen zum Kursinhalt #10882
    doris harder
    Moderator

    Liebe Petra,

    danke fuer deine-oeffentliche- Frage. Sie betrifft wahrscheinlich auch andere Teilnehmerinnen, deswegen bin ich dir dankbar fuer die Oeffentlichkeit.

    Beobachten und schauen , wie sich der Druck veraendert ist gut (und waere die Zen Methode: naemlich nicht zu manipulieren). Der Druck bleibt ja nicht, oder? Er vergeht auch wieder.
    Aber: um den Atem allein zu lassen und den Druck nicht zu vergroessern, mache lieber eine andere Uebung wie z.B. das Horchen oder gehe im Geiste zu einem anderen Koerperteil (die Haende auf den Oberschenkeln, Fuesse am Boden- je nachdem wie Du sitzt und welcher Koerperteil den Boden beruehrt….)
    Wenn dich der Druck nicht beunruhigt, „arbeite mit ihm“, in dem du Freundschaft mit ihm schliesst und ihn nicht weghaben willst. Er taucht auf und will dir villeicht etwas sagen? Befrage ihn und horche, was an Bildern/Antworten auftaucht.
    Alles Liebe. Doris

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